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Mai 2020

Independence for You (UA)

Teil der zweijährigen Serie FIGHT (FOR) INDEPENDENCE

Vorstellungen am Oldenburgischen Staatstheater im Rahmen des Flausen+Banden!-Festivals vom 14. – 17. Mai 2020

Vorstellungen am Staatstheater Nürnberg vom 04. – 06. Juni 2020

Vorstellungen am Ballhaus Ost Berlin vom 26. – 28. Juni 2020

Alle Vorstellungen bis auf die Premiere werden zusammen mit dem ersten Teil der Serie „Independence for All“ und der VR-Installation gezeigt

Nach Interviews und 360°-Filmaufnahmen rund um die Demonstrationen zum Jahrestag des Unabhängigkeitsreferendums in Katalonien im Herbst 2019, folgt die Costa Compagnie der Schauspielerin Helen Wendt zu ihrer Familie väterlicherseits nach Mosambik. Dort recherchieren die Künstler*innen nicht nur den historischen Befreiungskampf des Landes gegen die portugiesische Kolonialmacht, sondern zeichnen auch die komplexen Wege einer Familienbiographie zwischen Mosambik, der DDR und der BRD nach.

Als letzte von drei Produktionen der Serie „Fight (for) Independence“ zoomt „Independence for You“ auf das Individum heran und fragt, ob sich in einer globalisierten Welt trotz des Widererstarkens von Nationalismen, Abschottung und Xenophobie eine Unabhängigkeit von Hautfarbe, von Herkunft und Identitätspolitiken erreichen lässt – hin zu einer Poetik der Vielfalt.

Denn was bedeutet Unabhängigkeit heute, wofür und von was? Wollen wir dafür oder dagegen kämpfen? Und wie wirkt der Kolonialismus, Ursache vieler Unabhängigkeitsbewegungen, bis heute fort?

Die Serie „Fight (For) Independence“ erstreckt sich über zwei Jahre und über tausende Kilometer, um Perspektiven auf das Thema zu diversifizieren und Narrative zu de-kolonialisieren. Dafür schloss sich die Costa Compagnie aus Berlin mit dem Staatstheater Nürnberg und dem Oldenburgischen Staatstheater zusammen und brach von diesem Dreieck aus in zwei europäische und zwei afrikanische Länder auf, um dem verlockenden, aber auch zweifelhaften Ruf nach „Independence“ zu folgen. Die Recherche begann im vom Bürgerkrieg gezeichneten Südusdan, dem jüngsten Staat der Welt, der nach langem bewaffnetem Kampf vom Rest des Sudans die Unabhängigkeit errang. Zum ehemals geplanten Zeitpunkt des Brexit im März 2019 ging es weiter zu den politischen Wirren des Vereinigten Königreichs Großbritannien und von dort ins Bundesland Bayern, in dem ebenfalls eine Partei die Loslösung vom Nationalstaat Deutschland anstrebt. Das filmisch-journalistische Ergebnis „Independence for All“ wurde im Sommer 2019 in Nürnberg und Berlin gezeigt.

In der Spielzeit 2019/20 setzte sich die Recherche über Kataloniens Versuche der Loslösung fort, welche in der choreographischen Installation „Independence in Space“, die gemeinsam mit der katalanischen Tänzerin Montserrat Gardó Castillo erarbeitet wurde, als Grundlage dienten, um schließlich bei Mosambiks Unabhängigkeitskampf zu münden. Anhand vor Ort geführter Interviews entstanden und entstehen filmische, performative sowie choreographische Arbeiten, die von einer Virtual-Reality-Ausstellung begleitet werden.

In deutscher und englischer Sprache

Tickets

Künstlerische Leitung, Text, Recherche Felix Meyer-Christian  Kamera Philine von Düszeln Raum,  Kostüme Lydia Sonderegger Komposition, Soundart Marcus Thomas Programmierung, Video, Virtual Reality Erik Kundt Videoschnitt Stephanie Morin Dramaturgie Marc-Oliver Krampe Performance, Recherche Agnes Kammerer, Jens Ochlast, David Pallant, Helen Wendt, Franziska Werner Assistenz Aisha Abo-Mostafa Produktionsleitung Franziska Merlo

Credit Photos: Thomas Oswald, Felix Meyer-Christian

Eine Produktion von Costa Compagnie in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater und dem Staatstheater Nürnberg, sowie dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst.

Logo_STN_1819_pos  Oldenburgisches StaatstheaterERH_de

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

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Mit freundlicher Unterstützung von INVR.SPACE
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