INDEPENDENCE  –  Der Film

Teil des zweijährigen Projekts FIGHT (FOR) INDEPENDENCE

In Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater und dem Banden-Festival,

dem Staatstheater NĂĽrnberg,

dem Ballhaus Ost Berlin,

sowie dem Edith-Russ-Haus fĂĽr Medienkunst

Derzeit in Postproduktion. Premiere in 2022/23

Die afrodeutsche Schauspielerin Helen Wendt begibt sich auf eine Spurensuche entlang ihrer Familiengeschichte, ihrer Identität und ihrer persönlichen Unabhängigkeit zwischen der DDR, Mosambik und Berlin. Parallel folgt der Film Mitgliedern von Unabhängigkeitsbewegungen in Mosambik, Südsudan, Großbritannien, Katalonien und Bayern und fragt, was es für Menschen bedeutet, für ihre Freiheit zu kämpfen. Was bedeutet Unabhängigkeit wirklich und wie prägen Kolonialismus und Rassismus, die Ursachen vieler Unabhängigkeitsbewegungen, die Welt bis heute?

Während Helen durch Begegnungen mit ihrer Mutter in Berlin und ihrem Vater und ihrer Halbschwester in Maputo mehr über sich und ihre Vergangenheit erfährt, folgt die Kamera wütenden Protesten, porträtiert emotionale Berichte von Politiker*innen, Freiheitskämpfer*innen und Geflüchteten, gleitet durch meditative Bilder von Küsten und Bergen und vereint die vielstimmigen Erzählungen bei Black-Lives-Matter-Protesten in Berlin.

„Independence“ verfolgt einen vielschichtigen Ansatz, der individuelle, politische und historische Erfahrungen gleichberechtigt nebeneinander stellt. Dieser wird erweitert mit Sequenzen einer atmosphärischen, choreografischen Installation, in der Helen auftritt und die Teil des plattformĂĽbergreifenden, dokumentarischen Kunstprojekts „Fight (for) Indepedence“ zum Thema Unabhängigkeit ist.

Dessen Recherche begann im vom BĂĽrgerkrieg gezeichneten SĂĽdsudan, dem jĂĽngsten Staat der Welt, der nach einem langen bewaffneten Kampf die Unabhängigkeit vom ĂĽbrigen Sudan erlangte. Sie wurde zum ursprĂĽnglich geplanten Termin des Brexit im März 2019 inmitten der politischen Unruhen im Vereinigten Königreich fortgesetzt und ging von dort aus weiter in das Bundesland Bayern, wo ebenfalls eine Partei die Loslösung – in diesem Fall vom Nationalstaat Deutschland – anstrebt. Die filmisch-journalistische Performance „Independence for All“ wurde im Sommer 2019 am Staatstheater NĂĽrnberg und am Ballhaus Ost Berlin auf der BĂĽhne gezeigt.

In der Spielzeit 2019/20 wurde die Recherche mit Kataloniens Versuchen der Trennung vom spanischen Staat fortgesetzt, die als Grundlage fĂĽr die choreografische Installation „Independence in Space“ am Edith-Russ-Haus fĂĽr Medienkunst diente. Diese wurde zusammen mit der katalanischen Tänzerin Montserrat GardĂł Castillo entwickelt. Als letzte Station, mĂĽndete die Recherche im historischen Unabhängigkeitskampf Mosambiks.

Ursprünglich war für das Banden!-Theaterfestival am Oldenburgischen Staatstheater die multimediale Performance “Independence for You” auf der Bühne geplant. Da keinerlei Proben aufgrund von Covid-19 stattfinden konnten, begann die Costa Compagnie mit dem Nachdreh und der (Post-)Produktion des Films “Independence”. Eine Präsentation des Prozesses inklusive Podiumsdiskussionen fand im Juli 2020 online statt. Das Banden!-Theaterfestival wurde im Jahr 2021 online nachgeholt, ebenfalls mit einem Online-Gespräch der Oldenburger Recherche-Beteiligten. Die Premiere des Films wird 2023 stattfinden.

Mit groĂźem Dank an alle Interviewpartner*innen!

Regie, Recherche & Drehbuch: Felix Meyer-Christian Mit: Helen Wendt, Ilona Wendt & Interviewpartner*innen Tanz & Choreographie: Montserrat GardĂł Castillo, Katharina Shakina, Jascha Viehstaedt, Helen Wendt Voice Over Text: Helen Wendt Kamera: Philine Von DĂĽszeln, Thomas Oswald Zusätzliches Footage: Felix Meyer-Christian, Andy Wain, Miguel Murrieta Vásquez Drone Operator: Felix Meyer-Christian Videoschnitt: StĂ©phanie Morin Musik: Marcus Thomas Sound Design: Martin Lutz Virtual Reality, Website & Video Installation: Erik Kundt Color Correction: Nour Yazbeck / Planemo Films BĂĽhne, KostĂĽme: Lydia Sonderegger Dramaturgie: Hauke Heumann Outside Eye: Zahava Rodrigo  Beratung Edit: Niels Pagh Andersen, Joelle Alexis Mitarbeit Recherche – Deutschland: Hauke Heumann, Lisa Mies, David Pallant, Maria Walser Spanien: Agnes Kammerer, Jens Ochlast England:  Sascha Kölzow, Raphael Rubino Mitarbeit und Ăśbersetzung in Mosambik: Timoteo Maposse  Mitarbeit und Ăśbersetzung in SĂĽdsudan: Samir Bol, Ismail Omar Produktionsmanagement: Franziska Merlo Dramaturgie und Koordination Staatsheater NĂĽrnberg: Sascha Kölzow Dramaturgie und Koordination Staatsheater Oldenburg: Marc-Oliver Krampe Dramaturgie and Koordination Edith-Russ-Haus: Edit Molnár, Marcel Schwierin Orchesteraufnahmen Oldenburg: Jan Bergström (Oboe/ Englischhorn), Michael Hagemeister (Kontrabass), Agnes Izdebska (Violine), Jens Pfaff (Fagott) Assistenz Oldenburg: Aisha Abo-Mostafa Assistenz NĂĽrnberg: Michael Königstein

Credit Photos: Thomas Oswald, Felix Meyer-Christian

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

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Eine Produktion von Costa Compagnie in Kooperation mit dem Staatstheater NĂĽrnberg und dem Oldenburgischen Staatstheater, sowie dem Edith-Russ-Haus fĂĽr Medienkunst

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In Kooperation mit dem flausen-BANDEN-Festival und dem Ballhaus Ost Berlin

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